il messaggero di S. Antonio

Der Sinn des Gebets
 
 

Was lehrt uns der heilige Antonius über das Gebet?

In seinen Predigten (Sermoni) finden wir einige einfache aber klare Aussagen, die uns helfen können, den Sinn des Gebetes im christlichen Leben wiederzuentdecken. Der heilige Antonius besteht auf das Loslassen, das Sich-Trennen von den alltäglichen Dingen, auf die Einsamkeit, die Ruhe; nur sie machen es möglich, auf Gott zu hören und ihn zu sehen.

Zwischen den Zeilen erkennen wir hier auch den heiligen Antonius selber: er liebte die Stille und das Gebet.


"Der Mensch betet, wenn er Gott in Liebe anhängt und mit Gott in gewissem Sinne vertraut und fromm spricht."

"Wenn wir besorgt sind, bitten wir, um zeitliche Dinge und Lebensnotwendiges zu erlangen; bei dieser Art des Gebetes schaut Gott zwar mit Wohlgefallen auf den guten Willen des Bittenden, aber er gewährt nur das, was er als unser Bestes ansieht und gibt dem gerne, der recht bittet. Bei unserem Bitten sollen wir darum voll Andacht und Vertrauen uns an Gott wenden, ..., denn nicht wir wissen, was wir an diesen zeitlichen Dingen notwendig haben, sondern unser Vater, der im Himmel ist."

"Wenn wir Gottes Gnadengaben erkennen und anerkennen, sagen wir Dank. Danksagung ist also die unausgesetzte und unverborgene Ausrichtung unseres guten Willens auf Gott."

"Der Herr gibt sich denen zu erkennen, die im Frieden und der Demut des Herzens ein wenig inne halten. Wenn du dich in den trüben und unruhigen Wassern spiegelst, kannst du dein Angesicht nicht klar sehen. Wenn du das Angesicht Christi sehen willst, halte inne, sammle deine Gedanken in der Stille und schließe die Tür deiner Seele vor dem Lärm, der dich umgibt.

Der Gruß der Engel und der Segen Gottes sind nicht für die Menschen der Straßen gedacht, d.h. für die, die außer sich, aufgeregt und zerstreut sind. Das feine "Gegrüßet" ging an die Jungfrau Maria, als diese in der Stille ihres Heimes im Gebet aufging. Gott führt sie in die Einsamkeit, um ihre Seele ansprechen und ihr Herz mit seiner Liebe füllen zu können - sie hatte sich abgewandt von den Sorgen des Alltags. Er spricht denen ins Ohr, die in der Stille verweilen und tut ihnen sein Geheimnis kund."
 


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