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"Der Mensch betet, wenn er Gott
in Liebe anhängt und mit Gott in gewissem Sinne
vertraut und fromm spricht."
"Wenn wir besorgt sind, bitten wir, um zeitliche
Dinge und Lebensnotwendiges zu erlangen; bei dieser
Art des Gebetes schaut Gott zwar mit Wohlgefallen auf
den guten Willen des Bittenden, aber er gewährt
nur das, was er als unser Bestes ansieht und gibt dem
gerne, der recht bittet. Bei unserem Bitten sollen wir
darum voll Andacht und Vertrauen uns an Gott wenden,
..., denn nicht wir wissen, was wir an diesen zeitlichen
Dingen notwendig haben, sondern unser Vater, der im
Himmel ist."
"Wenn wir Gottes Gnadengaben erkennen und anerkennen,
sagen wir Dank. Danksagung ist also die unausgesetzte
und unverborgene Ausrichtung unseres guten Willens auf
Gott."
"Der Herr gibt sich denen zu erkennen, die im
Frieden und der Demut des Herzens ein wenig inne halten.
Wenn du dich in den trüben und unruhigen Wassern
spiegelst, kannst du dein Angesicht nicht klar sehen.
Wenn du das Angesicht Christi sehen willst, halte inne,
sammle deine Gedanken in der Stille und schließe
die Tür deiner Seele vor dem Lärm, der dich
umgibt.
Der Gruß der Engel und der Segen Gottes sind
nicht für die Menschen der Straßen gedacht,
d.h. für die, die außer sich, aufgeregt und
zerstreut sind. Das feine "Gegrüßet"
ging an die Jungfrau Maria, als diese in der Stille
ihres Heimes im Gebet aufging. Gott führt sie in
die Einsamkeit, um ihre Seele ansprechen und ihr Herz
mit seiner Liebe füllen zu können - sie hatte
sich abgewandt von den Sorgen des Alltags. Er spricht
denen ins Ohr, die in der Stille verweilen und tut ihnen
sein Geheimnis kund."
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